Fahrradstraße
... so bekommen wir den Durchgangsverkehr raus
Eine Fahrradstraße ist eine für den Radverkehr vorgesehene Straße, genau betrachtet in der Regel deren Fahrbahn (nicht aber z. B. Gehwege). Sie soll die Attraktivität des Radverkehrs steigern und Vorteile gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr schaffen.
Dabei ist zu beachten, dass die Fahrradstraße nicht mit Radwegen verwechselt wird, da bezüglich der straßenverkehrsrechtlichen Regelung große Unterschiede bestehen. Die genauen Regelungen variieren von Staat zu Staat. Während ein Radweg durch Markierung (dann Radfahrstreifen) oder durch einen Bord, Grünstreifen, parkende Autos oder ähnliches von der Fahrbahn abgetrennt ist, bezieht sich die Fahrradstraße auf die (gesamte) Fahrbahn, die zur Verkehrsfläche vorrangig für den Radverkehr wird.[1] Nach einer 2016 veröffentlichten Untersuchung gab es in 110 befragten Kommunen in Deutschland 426 Fahrradstraßen.[2] Seitdem dürften etliche hinzu gekommen sein.
Warum eigentlich ausgerechnet einen Kreisverkehr?
Ist ein Kreisverkehr besser als eine Ampelkreuzung?


Jeder, der schon öfters durch einen Kreisverkehr gefahren ist, wird uns Recht geben, dass dies in der Regel sehr flüssig und schnell geht. Es gibt keine bis geringe Wartezeiten bei der Einfahrt. Der Verkehr ist richtungsgebunden, so dass sich auch das Einfahren sicherer, als das Einfahren in eine Kreuzung gestaltet.
Bei unseren Nachbarn in Frankreich sind Kreisverkehre ein Standard - und bei uns?
Bei uns wird um jeden Kreisverkehr gerungen!
Erinnert sich noch jemand an die Ausfahrt der A485 in Linden in Fahrtrichtung Frankfurt. Hier kam es vor Jahren zu den gleichen Rückstaus, wie wir sie heute an der Ausfahrt Ursulum Fahrtrichtung Frankfurt, oder an der Behelfsausfahrt Grünberger Straße in Fahrtrichtung Marburg haben.
Aber auch an der Ausfahrt Schiffenberger Tal in beide Richtungen.
An allen Stellen fällt das nur bedingt auf, weil die Autofahrer - und hier muss man sagen, verbotenerweise - sich früh genug auf dem Standstreifen einreihen.
Der Rückstau Ursulum ist einer der Gründe, warum der Verkehr lieber durch Wieseck fährt.
| Zulässige mittlere Wartezeit w [s/Fz] | |||
| Qualitätsstufe (QSV) | Knotenpunkt MIT LIchtsignalanlage | Knotenpunkt OHNE LIchtsignalanlage | Beurteilung |
| A | <=20 | <=10 | sehr gut |
| B | <=35 | <=20 | gut |
| C | <=50 | <=30 | befriedigend |
| D | <=70 | <=45 | ausreichend |
| E | >70 | >=45 | mangelhaft (Kapzität) |
| F | ungenügend (Überlastung) | ||
In der Tabelle ist die "Qualität von Knotenpunkten" beschrieben.
Wir fassen zusammen:
- an einem Kreisverkehr hat man eine mittlere Wartezeit von <= 10 Sekunden - Stufe A
- an einer Ampelkreuzung hat man eine Wartezeit von <= 70 Sekunden - Stufe D
Und Stufe D gilt aus ausreichend - mehr muss nicht sein!? Oder vielleicht doch?
... Beispiele und Detaillierungen hierzu finden Sie auch bei der Verkehrsplanung "Alter Flughafen"
Andere viel kleinere Städte "können Kreisverkehr"
Nächste Stufe beim Kreuzungszumbau
In Lich schafft man es, im Zuge des Baus eines Logistikzentrum in Ortsrandlage, 2 Kreisverkehre auf der Bundesstraße zu bauen.
... lesen Sie hier den aktuellen Artikel in der Gießener Allgemeinen
Dort sollen 500 Arbeitsplätze entstehen.
In Gießen will der "neue Logistiker" VGP (Otto ist ja bekanntlich abgesprungen) bis zu 1.000 Arbeitsplätze schaffen. Dazu kommen natürlich noch viele weitere Arbeitsplätze, die bereits heute dort angesiedelt sind, oder in Zukunft noch kommen werden.
Zusätzlich entstehen in diesem Gebiet auch große Wohnflächen.
Alle diese Bewohner, Arbeitskräfte und Anlieferer wollen dieses Gebiet möglichst schnell und stressfrei erreichen. Alles ampel-gesteuert mit entsprechenden Wartezeiten.
Lich macht uns vor, wie Bauleitplanung gehen kann!
Wie heißt die Kino-Kneipe in Lich? Statt-Gießen

